Auswirkungen von Frost auf Rasengräser

Rasengräser in unserer Gegend sind grundsätzlich in der Lage, Frosttemperaturen während der Wintermonate zu ertragen. Dies bedeutet allerdings nicht, dass die Benutzung der Rasenflächen während des ganzen Jahres uneingeschränkt erfolgen kann. Zur Vermeidung von nachhaltigen Schäden an den Gräsern empfiehlt es sich, einige kritische Punkte zu berücksichtigen.

Verletzungen der Gräser durch Wintereinflüsse

Direkte Frostwirkung führt durch Hydratation im Bestockungsbereich bei intrazelluärer Bildung von Eiskristallen zu Zellbeschädigungen. Dies bedeutet, dass bei extrem niedrigen Temperaturen (unter -8°C) der Zellsaft gefriert und diese Eiskristalle dann die Zellwände durchstossen und damit zerstören.

Die Bildung von Rauhreif entspricht einer extrazellulären Eiskristallbildung und ist mit Wasserentzug verbunden (Dehydratation). Ein Betreten oder Befahren in diesem Zustand führt zu starken Verletzungen der Gräser.

Die Winterschäden verzögern die Pflanzenentwicklung im Frühjahr bis zu einem [...]

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Pitchmarken machen krank!

Quelle: Golf Spezial Magazin, Autor: Rasenexperte Dr. Gunther Hardt

Ärgerlich sind nicht ausgebesserte Pitchmarken, aber machen sie deshalb gleich krank? Nein sie nicht - doch unsere Gräser in ganz erheblichem Maße, so dass auch der Greenkeeper zum Teil vor unlösbaren Aufgaben steht.

Je nach Länge und Flugkurve eines Annäherungsschlages auf das Grün hinterlässt der Golfball an der Aufschlagstelle eine deutliche Vertiefung (Pitchmarke). Größe und Form der Pitchmarken hängen im wesentlichen auch von den Bodenverhältnissen(Feuchtigkeit, Sandgehalt) und der Filzschicht auf dem Grün ab. Durch die Wucht des Aufschlags wird nicht nur der Ballverlauf beeinträchtigt, sondern werden auch die Gräser erheblich verletzt.

Davon ist insbesondere der so wichtige Vegetationspunkt im Herz der Pflanze betroffen. Der Vegetationspunkt ist das Gewebe, in dem neue Blätter ausgebildet werden. Folglich kommt es nach dem Ballaufschlag zu einem gestörten, wenn nicht gar gestoppten Gräserwachstum an diesen Stellen. Meist werden solche Schadstellen von Rasenunkräutern und/oder der unerwünschten Grasart Poa annua (Jährige Rispe) besiedelt, die durch ihre ohnehin ungünstigen Eigenschaften die Grünoberfläche zusätzlich negativ beeinflussen. Dies ist auch ein Grund dafür, dass sich die Pflanzenbestände auf den Grüns im Laufe der Jahre verändern. Zu allem Übel sind dann die beschädigten Pflanzenteile sowie die eingewanderten Fremdarten teilweise auch sehr anfällig gegenüber pilzlichen Erregern, die die sog. Rasenkrankheiten hervorrufen können.

 

Pflege der Grüns in Zeiten des Klimawandels

"Warum müssen die denn jetzt schon wieder die Grüns aerifizieren", so eine Frage hört man von Golfern immer wieder. Vorab zur Information. Im Golf Club Hammetweil aerifizieren wir meist nur einmal im Jahr die Grüns - und das im Spät-Herbst...

Die Grüns so "schön" und möglichst schnell zu halten ist eine Kunst, die nicht immer gelingt; aber in jedem Fall umfangreiche Fachkenntnisse und viel Fingerspitzengefühl erfordert - und in Zeiten des Klimawandels[...]

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Spitzensportler auf dem Golfplatz – der Feldhase

Nicht nur auf dem Acker ist Lepus europaeus, der Feldhase, ein Spitzensportler. Auch auf Golfplätzen hinterlässt er mit seinen drei Meter weiten und zwei Meter hohen Sprüngen bei Golfern oft großen Eindruck zwischen zwei Abschlägen. Berühmt sind seine blitzschnellen Richtungswechsel: Er biegt abrupt ab, schlägt einen Haken und verwirrt so seine Verfolger.

Auf der Flucht flitzt der Hase mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometern pro Stunde über den Acker. Das ist richtig schnell, aber mit den 200 km/h eines Golfballs bei Drives kann es Hoppelmann dann doch nicht aufnehmen…!

Ausgewachsene Feldhasen wiegen vier bis sechs Kilogramm. Im Sommer ist ihr Fell erdbraun, im Winter graubraun. Besonders auffallend sind die bis zu 15 Zentimeter langen Ohren. Die Löffel sind hervorragende Schalltrichter, mit denen Lepus europaeus selbst leiseste Geräusche auffangen kann.

Kaninchen und Feldhase sind nur weitläufig verwandt und einfach zu unterscheiden. Der Hase ist viel größer und schwerer als das Kaninchen. Außerdem hat das Kaninchen kurze Ohren. Feldhasen tummeln sich in ganz Europa, dem westlichen Asien und sie sind auch in Nordafrika zu Hause. Lepus europaeus hat es gern warm und trocken.

Am liebsten lässt er sich auf offenen Flächen mit guter Rundumsicht nieder. Er ist zwar kurzsichtig, doch das Fluchttier hat mit seinem Sichtfeld von nahezu 360 Grad den perfekten Überblick. In den Ackerboden auf dem Feld scharrt der Feldhase kleine Mulden, die Sassen, in denen er sich zur Ruhe legt. Er bevorzugt die Feldflur gegenüber Rasen.

Lepus europaeus ist – wie viele Golfer auch -- ein Feinschmecker, der sich gesund ernährt. Als reiner Vegetarier liebt er Klatschmohn, Kräuter und Gräser aller Art. Auch Getreide, Knospen und Baumrinde knabbert er zum Leidwesen der Landwirte und Förster gern. Pflanzen dienen ihm auch als Deckung vor seinen Hauptfeinden wie Fuchs, Marder und Wildschwein.

Während Kaninchen nackt und blind in einer Erdhöhle auf die Welt kommen, wird der Hasennachwuchs auf dem freien Feld geboren, hat gleich nach der Geburt ein Fell und kann sofort sehen und laufen. Trotzdem bleiben die Kleinen während der ersten drei Lebenswochen ausschließlich zu Hause. Der Feldhase ist ein Einzelgänger, Kaninchen hingegen leben in Kolonien zusammen. In weit verzweigten Bauten verstecken sie ihre Jungen.

Golf Club Hammetweil unterstützt das DGV-Projekt "Golf & Natur"

Schon beim Bau der Golfanlage stand immer das Ziel "Ökologie und Ökonomie" in Einklang zu bringen mit im Mittelpunkt. Gemeinsam mit den regionalen Behörden und Vereinen ist  uns dies fast ausnahmslos gelungen.

Jetzt wollen wir einen Schritt weiter gehen und uns selbst den objektiven Standards, ISO-Normen und den Bedürfnissen von Umwelt und Tier stellen. Im Rahmen des Projektes "Golf & Natur" des Deutschen Golf Verbandes haben wir letztes Jahr die nächste Stufe, also die Auszeichnung "Gold" erreicht.

Projektverantwortlich ist unsere stellvertretende Geschäftsführerin Petra Will.

Diese Rubrik hier im Internet soll jedoch vor allem dazu dienen, Sie liebe Golfspieler und Interessierte, über Entwicklungen und Pflegemaßnahmen sowie über schützenwerte Pflanzen und Tiere zu informieren. Schauen Sie hin und wieder hier mal rein - Sie werden überrascht sein, was sich bei uns alles bewegt...

Ihr Frank-Hagen Spanka

Was verbirgt sich hinter dem Begriff „GOLF&NATUR“?

Bereits seit Jahren benutzen Industrie- und Dienstleistungsgewerbe Programme wie das ISO 9001 Qualitäts- oder das ISO 14001 Umweltsicherungssystem. Diese Programme gehören weltweit zum Standard einer guten Betriebsführung. Der Deutsche Golf Verband (DGV) hat unter dem Begriff „GOLF&NATUR", ein selbstverpflichtendes und proaktives Umweltmanagementsystem für Golfanlagen entwickelt, das sowohl Qualitäts- als auch Umweltaspekte beinhaltet. Das Umweltzertifikat „GOLF&NATUR" enthält dabei alle relevanten Aspekte, die zur Sicherung der Qualität beim Management einer Golfanlage und zum umweltbewussten Umgang mit den natürlichen Ressourcen beitragen.

Während für den Golfer vorwiegend die Qualität der Rasenflächen von Interesse ist, sind für den Betrieb einer Golfanlage einzuhaltende Bestimmungen sowie Arbeitsprozesse notwendig, die aber wichtige Voraussetzungen für einen nachhaltigen Spielbetrieb sind. So sind neben der Qualität der Spielelemente auch Sicherheitsfragen für den Spielbetrieb und [...]

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Divots

Als Divot bezeichnet man Grasstücke, die bei einem Golfschlag herausgeschlagen werden. Ein Divot ist also eine Verletzung der Grasnarbe. Sowohl dieses herausgeschlagene Grasstück als auch die beschädigte Stelle nennt man Divot. Ursprünglich stammt der Begriff aus dem englischen Sprachgebrauch und steht für ein dünnes Stück Grassoden.

Es gehört zur Etikette eines jeden Golfers, ein herausgeschlagenes Stück Gras nach dem Schlag wieder sorgfältig einzusetzen und festzutreten. Leider wird dieses Ausbessern der Divots jedoch nicht von allen Spielern beherzigt, auch wenn es vermutlich nicht vorsätzlich passiert. Aber es ist immer wieder auffallend, wie viele kahle Stellen insbesondere im „Approach[...]

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Pitchmarken

Ein auf dem Grün landender Golfball hinterlässt ein Balleinschlagloch (Pitchmarke oder Ball Marke), das wie eine kleine Verletzung wirkt. Wird diese Pitchmarke nicht innerhalb weniger Minuten geschlossen, können Samen der schnell wachsenden Einjährigen Rispe in diese „offenen Wunden“ hineingetragen werden, die innerhalb von 24 Stunden keimen und Wurzeln bilden und das Gras verdrängen. Aufgrund des schnellen Wachstums der Einjährigen Rispe gegenüber dem Gras bilden sich Flecken auf den Grüns und eine holprige, nicht spurtreue Grünoberfläche entsteht, was zu verschobenen Putts führt, die kein Golfer haben möchte.

Abhilfe kann geschaffen werden, in dem jeder Golfer sofort seine Pitchmarke entfernt und ggf. noch weitere Pitchmarken auf dem Grün ausbessert. Dadurch können sich einerseits die Schadstellen desGrases auf dem Grün erholen und bieten sich andererseits der Rispe keine Möglichkeit, sich in den Wunden einzunisten.

Wenn jedoch die Pitchmarken von den Greenkeepern häufig erst am näch[...]

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Täglich 400.000 Liter Wasser und wöchentlich 1.000.000 qm Mäharbeiten

Wie sieht die Regelpflege der Golfanlage aus?

Dieses Jahr pflegen sieben Greenkeeper die Golfanlage. Und ein Maschinenpark mit sieben Mähern, zwei Traktoren und einer weiteren Vielzahl von Spezialmaschinen unterstützen die professionelle Pflege.

Beispielsweise mähen zwei Mitarbeiter täglich alle Grüns in rund vier Stunden. Unsere Fairways werden drei mal wöchentlich gekürzt - ebenso die Abschläge. Das Semirough wird zweimal und das Rough einmal pro Wo[...]

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Ein paar Tricks für den eigenen Rasen...

Weil wir in diesen Tagen so oft gefragt werden, wie wir in so kurzer Zeit die Golfanlage so toll hinbekommen haben und was man für seine privaten Rasen machen muss?

Hier das Geheimnis: pflegen, pflegen, pflegen! Und am besten ganz viel mechanisch - weil es am günstigsten ist und am ökologischsten ist. Am besten in folgender Reihenfolge - düngen allein reicht jedoch nicht!

> Wenn Sie erst jetzt im Frühjahr beginnen:

1. Verschaffen Sie Ihrem Rasen Luft [...]

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